SAMPEDRANO | HOTELMAGAZIN
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REPORTAGEN DER BESTEN LUXUSHOTELS & RESORTS

 

DER TURM DER NORWEGER

RUHE UND ENTSPANNUNG AM FJORD
von Graf und Gräfin Constantin und Ulrike von Hoensbroech

Ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Hotelerlebnis ist und bietet das Scandic Seilet Hotel in Molde. Das nahezu unvergleichliche Zusammentreffen von Landschaft und Lage, Architektur und Atmosphäre, Service und Individualität kulminieren in diesem hervorragend geführten Haus im Nordwesten von Norwegen zu einem harmonischen Gesamtkonzept. Das 82 Meter hohe Gebäude in Form eines Segels, das teilweise auf  Pfählen errichtet wurde und wunderbar in den Romsdalsfjord hineinragt, wurde im Jahr 2002 fertiggestellt und dem berühmten Burj al Arab (der Turm der Araber) in Dubai nachempfunden. Auf 16 Etagen bieten rund 220 Zimmer grandiose Aussichten auf den Fjord und die Berge mit ihren teilweise ganzjährig schneebedeckten Gipfeln. Der Fährverkehr über den Fjord, mehr noch aber die weltberühmten Postschiffe der Hurtigruten,  schippern gefühlt direkt durch das Hotel oder das Zimmer des Gastes. Doch was nutzt ein noch so Atem beraubender Blick nach draußen, wie beispielsweise auch von der Hotelbar in der 15. Etage oder vom Fitnessraum sowie aus den nach Frauen und Männern getrennten Saunen mit ihren spektakulären Panoramafenstern, wenn dieser nicht mit dem Blick nach innen korrespondiert.

Foto: Scandic Seilet Hotel

Copyright: Scandic Seilet Hotel

Dass dies so ist, wird schon beim Betreten dieses Hotels der norwegischen Rica-Hotelgesellschaft augenfällig. Die für manchen Gast zunächst als etwas zu dunkel und niedrig empfundene Eingangshalle, in der zunächst die mittig platzierte Bar und erst dann die Rezeption wahrgenommen werden, entfaltet eben gerade deshalb eine unverwechselbare Wirkung, weil sie eingefasst ist von den behaglichen und in warmen Farben gehaltenen Sitzmöglichkeiten entlang der bis zum Boden eingelassenen Fensterfront. Dieser Eindruck setzt sich in den Zimmern fort: angenehme und unaufdringliche Farben und Muster, liebevolle und bis in kleine Details arrangierte Räume, hervorragend gepflegte Bäder. Empfehlenswert sind Zimmer ab dem zehnten Stock, da sich hier die Aussicht auf den Fjord und die Berge, die kleine Inselgruppe und die Schiffe sowie die Beobachtungen der mitunter in Minuten zu erlebenden Wetterwechsel besonders eindrucksvoll erleben lassen.

Foto: Scandic Seilet Hotel

Copyright: Scandic Seilet Hotel

Die Preise für die verschiedenen Zimmerkategorien - einfaches Einzelzimmer, Standard, Superior, Deluxe, Suite­ - reichen bis zu umgerechnet über 200 Euro Euro. Die Nutzung des kleinen Fitnessbereichs ist darin ebenso inkludiert wie auch das reichhaltige und mit zahlreichen einheimischen Produkten eingedeckte Frühstücksbuffet. Dafür sollten sich die Gäste der in den letzten Monaten mit sehr viel Gefühl und Geschmack etappenweise erneuerten Vier-Sterne-Herberge, die seit November 2014 zur norwegischen Scandic-Gruppe gehört, ausreichend Zeit nehmen.
„Die Zufriedenheit des Gastes ist das oberste Prinzip“, fasst Direktor Jon Arild Birkeland sein Konzept zusammen. Seit drei Jahren führt er das Seilet, und das ist gar nicht so einfach, denn: „Der norwegische Hotelwettbewerb ist sehr schwierig - insbesondere bei der Rekrutierung des Personals, mit dem tagtäglich aufs Neue eben die Qualität gewährleistet wird, die die Gäste erwarten.“ Daher zählt der sportliche Hoteldirektor denn auch die Erziehung der Mitarbeiter zu eine seiner wesentlichen Aufgaben. „Es geht nicht nur darum, über das Essen oder über Weine oder die Ausflugsmöglichkeiten einiges zu wissen, sondern vielmehr um die Fähigkeit, mit den unterschiedlichsten Charakteren von Gästen stets in angemessener Form umzugehen.“ Wer einige Tage im Seilet verbringt, bemerkt rasch, dass dies in der Praxis angekommen ist: Das Hotelpersonal, und das gilt nicht nur für aus der Region in und um Molde stammende Mitarbeiter, ist mit authentischer Natürlichkeit um das Wohlergehen der Gäste besorgt.

Foto: Graf und Gräfin Constantin und Ulrike von Hoensbroech

Copyright: Graf und Gräfin Constantin und Ulrike von Hoensbroech

Diese lassen sich in drei Gruppen einteilen: Touristen, Geschäftsreisende sowie Konferenzbesucher. Letztere nutzen das dem Hotel über eine verglaste Brücke angeschlossene Konferenzcenter. Mit über 50 Tagungsräumen garantiert das sogenannte „Björnsonhuset“ -  benannt nach dem aus der Region stammenden Literaturnobelpreisträger und Verfasser der norwegischen Nationalhymne Björnstjerne Björnson (1832 bis 1910) – flexible und technisch anspruchsvoll ausgestattete Möglichkeiten des Konferierens von zehn bis 100 Personen. Hinzu kommt ein über 800 Personen fassender Saal, der für die unterschiedlichsten Formate nutzbar ist – und auch von der Stadt Molde beispielsweise für Veranstaltungen wie Tanzevents oder Konzerte genutzt wird. Die Stadt hat sich auch als Betreiberin des öffentlichen Schwimmbads, das auch im Björnsonhuset untergebracht ist, eingemietet. Hotelgäste können es leicht über das Hotel erreichen und mit ermäßigtem Eintritt nutzen. Nicht zuletzt das Schwimmbad macht das Seilet zudem zu einem kinder- und familienfreundlichen Hotel. Zudem bietet das Hotel im Björnsonhuset einen Spa-Bereich.

Foto: Graf und Gräfin Constantin und Ulrike von Hoensbroech

Copyright: Graf und Gräfin Constantin und Ulrike von Hoensbroech

Gerne kehrt der Gast abends nach einer Konferenz oder einer Tour in die Region (beispielsweise Aussichtspunkt Varden oberhalb von Molde oder Fahrt auf der spektakulären Atlantikstraße!) in dieses verkehrsgünstig gelegene Haus zurück und genießt einen Drink an einer der beiden Bars oder freut sich auf das Frühstück am nächsten Tag. Denn neben der wieder einmal grandiosen Aussicht und Stimmung bietet der Speiseraum morgens zahlreiche warme Speisen, unterschiedliche und sehr schmackhafte einheimische Brote, eine große Auswahl an Käse und Wurst, vor allem aber Fisch in verschiedenen Variationen und herrliche landestypische Küchlein oder andere süße Leckereien.
„Das Frühstücksangebot soll aber noch ausgebaut werden“, erwähnt Direktor Birkeland eine der letzten noch offenen Baustellen der Verjüngung und verweist als Messlatte auf das Frühstücksbuffet im – ebenfalls sehr lohnenswerten! - Schwesterhotel Rica Neveldsen in Trondheim. „Die haben das beste Frühstück in Norwegen, das wurde  sogar sieben Jahre hintereinander von einer Jury ausgezeichnet.“ Doch auch das Scandic Seilet wurde mehrfach zu Recht ausgezeichnet und hinterlässt bei seinen Gästen einen ausgezeichneten Eindruck.

SCANDIC SEILET